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Booz Allen Hamilton CFO-Studie: Einst geschätzter Buchhalter, heute Wachstumsmanager mit neuen Herausforderungen

Nach der Umsetzung von internationalen Vorschriften, wie Sarbanes Oxley oder internationalen Accounting Standards, haben die Finanzabteilungen mittlerweile ihre Prozesse und Systeme angepasst. Mehr denn je müssen die CFOs nun als strategische Wachstumstreiber agieren. Dabei können sie sich in Deutschland auf selbstbewusste Finanzabteilungen verlassen, wie eine Studie der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton unter 4500 Befragten ergeben hat. Fast die Hälfte der befragten Finance-Manager in Deutschland sehen ihr Unternehmen gut aufgestellt, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich handeln zu können. Weltweit treffen lediglich ein Drittel der Befragten diese Aussage.

Dieses Selbstbewusstsein wird durch die Karrieremöglichkeiten in deutschen Finanzabteilungen weiter gestärkt. Im internationalen Vergleich gibt es hierzulande schnellere Beförderungen und klarere Verantwortlichkeiten. Beispielsweise liegt der Schnitt von Positionswechseln ohne damit verbundenen Hierarchieaufstieg mit 46% in deutschen Finance-Funktionen mittlerweile unter dem internationalen Durchschnitt von 53%.

Parallel zur wachsenden Bedeutung des gesamten Bereichs entwickelt sich auch das Profil des Finanzvorstands weiter. Während der CFO noch vor einigen Jahren als Bereitsteller von Zahlen angesehen wurde, obliegen ihm zunehmend strategische Aufgaben. Auch die Vorurteile, der klassische CFO verfüge nicht über genügend Kommunikationsfähigkeit oder ausreichend Gespür für Märkte und Kunden, sind nach Ansicht von Dr. Klaus-Peter Gushurst, Senior Partner und Corporate Governance-Experte der Strategieberatung, längst nicht mehr haltbar. "Die Rolle des Finanzchefs ist heutzutage eine wesentlich bedeutendere als noch vor zehn Jahren. Die Anforderungen sind enorm angestiegen. Er trägt eine höhere Verantwortung, und sein Aufgabenschwerpunkt liegt immer mehr auf Wachstums- und Profitabilitätsmanagement. Dabei darf der CFO keinesfalls die konsequente Einhaltung der Governance- und Compliance-Regeln vernachlässigen."

Und die Bedeutung nimmt noch zu: Investoren beispielsweise aus der Private Equity-Branche als Kapitalgeber erhöhen die Informations- und Kommunikationsanforderungen gerade an den CFO und seine Organisation deutlich. "Dabei geht es weniger um reine Zahlen, sondern vielmehr um deren Interpretation und die daraus resultierenden strategischen Implikationen", so Gushurst.

Aufgrund dieser Entwicklung erachtet Booz Allen Hamilton den CFO mit seinen zusätzlichen Qualifikationen als prädestiniert, an die Spitze eines Unternehmens zu treten: "Durch den engen Kontakt zu allen maßgeblichen internen und externen Entscheidungsträgern besitzt der Finanzvorstand einen umfassenden Überblick über das Unternehmen. Zusammen mit seinem ausgeprägten Wissen über die finanziellen Belange des Konzerns und seiner Strategiekompetenz vereint er die wesentlichen Voraussetzungen für einen CEO-Anwärter", erklärt Irmgard Heinz, Partnerin bei Booz Allen.

Steigender Kostendruck auch in den Finanzabteilungen

Eine Herausforderung für den CFO besteht außerdem im weiter steigenden Kostendruck. Die ehemals ansehnlich ausgestatteten Finanzabteilungen sehen sich seit einigen Jahren mit den Erwartungen an möglichst effiziente Finanzbuchhaltung, Berichterstattung und Controlling konfrontiert. In vielen Fällen sind damit klare Zielvorgaben an Budgetkürzungen und an den Personalabbau verbunden. Die Experten von Booz Allen sehen hier in der Regel Kosteneinsparungspotenziale von mind. 30%. Neben all diesen Aufgaben benötigt der CFO auch noch die Zeit, strategische Entscheidungen zu treffen. "Lange war der Finanzvorstand absorbiert von anderen Themen. Jetzt benötigt er größere Freiräume, um seine strategischen Kompetenzen auszuspielen", erklärt Heinz. Gelingt ihm das, sind sich die Experten einig, werden bald mehr CFOs den Sprung nach ganz oben schaffen.

Booz Allen Hamilton

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