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Weitere Ölpest verhindern: High-Tech aus Deutschland kann Tiefsee-Pipelines sichern

Die aktuelle Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt das Gefahrenpotential, das die Förderung und der Transport des "schwarzen Goldes" mit sich bringen können. Dabei gibt es Monitoringtechniken, die solche Katastrophen vermeiden können. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich die Kieler Contros GmbH von einem Entwickler für Unterwasser-Sensorik zu einem der führenden Anbieter von Überwachungs- und Kontrolltechnologie für Tiefsee-Öl- und Gassysteme entwickelt. "Der Vorfall im Golf von Mexiko zeigt den akuten Schutzbedarf. Aktuell sind wir in Verhandlungen mit der amerikanischen Firma Oceaneering über den Verkauf und Einsatz eines gemeinsam von CONTROS und Bornemann entwickelten "Subsea-Skimmers", der Öl- und Gasleckagen auch unter schwierigsten Bedingungen absaugen kann. Im Gegensatz zu der jetzt von BP eingesetzten Technologie kann dieses System auch mit schlecht oder gar nicht vorbehandelten Austrittsstellen umgehen", erklärt Daniel Esser, Contros-Geschäftsführer, das System.

Bereits in 2005 - lange vor den Ölkonzernen - erkannten der Bonner High-Tech Gründerfonds und einige visionäre Business Angels das Potential der Idee, die hinter Contros steht. Aus dem staatlich initiierten Fonds floss ein Startinvestment in die Entwicklung und führte letztlich zu Marktreife. Heute bereits gehört das Unternehmen zu den festen Größen der Öl- und Gasbranche, die weltweit beachtete Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko sorgt für neues Interesse an der Sicherheit von Ölförder- und -transportanlagen. Die noch immer nicht endgültig absehbare Umweltkatastrophe wird hoffentlich die weltweite Öl- und Gasindustrie zu mehr Investitionen in die Sicherheit anhalten. Leak Detection-Systeme und Systeme zur Bekämpfung von Unterwasserleckagen werden in kürzester Zeit genauso zum Standard eines jeden Offshore-Riggs gehören, wie heute schon die Versorgungsschiffe oder die Helidecks. Alleine BP wird sich nach eigener Aussage nach der Katastrophe mindestens sechs solcher Systeme an den Golf legen und plant für seine weltweiten Aktivitäten noch viele weitere Systeme ein.

"Das Unternehmen zeigt, zu welchen Leistungen die hiesige Wirtschaft in der Lage ist - wenn man die Gründer mit solchen Ideen unterstützt. In den vergangenen fünf Jahren hat der High-Tech Gründerfonds gezeigt, dass gerade bei den Technologiegründungen für die Entwicklung ein finanzieller Atem vorhanden sein muss", beschreibt Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds die spezielle Situation der Hochtechnologie-Gründungen. Ein Beispiel wie Contros zeigt, wie sehr sich das auszahlen kann - nicht nur für den Geschäftserfolg, sondern auch für den Standort Deutschland, der durch solche Technologien international führt und hier vor Ort langfristig die Wirtschaft erfolgreich sichert.

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die viel versprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung von bis zu 500.000 Euro sollen die Start-ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines "proof of concepts" oder zur Markteinführung führen. Der High-Tech Gründerfonds verfügt über ein Volumen von rund 272 Mio. Euro. Investoren der Public Private Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW-Bankengruppe sowie die sechs Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Robert Bosch, Daimler und Carl Zeiss.

High-Tech Gründerfonds Management GmbH

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