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DIRK-Stimmungsbarometer: Deutsche IR-Manager sehen skeptisch in die Zukunft

Das Geschäftsklima in Deutschland befindet sich laut des DIRK-Stimmungsbarometers im Herbst auf einer Abwärtskurve. Dennoch bleibt es noch deutlich über dem Niveau des Jahres 2009, als im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise die niedrigsten Werte überhaupt gemessen wurden. Außerdem wurde die Arbeit von Ratingagenturen bewertet. In der Kritik stehen hier insbesondere die fehlende Transparenz und Neutralität.

Das DIRK-Stimmungsbarometer zeigt im Herbst eine Abkühlung des Geschäftsklimas in Deutschland. Im Auftrag des Deutschen Investor Relations Verbands (DIRK) befragt die GfK zweimal im Jahr Investor-Relations-Manager börsennotierter Unternehmen in Deutschland zu deren Einschätzung von der aktuellen und zukünftigen Lage ihrer Unternehmen. Die daraus gebildeten Indikatoren stellen die Differenz zwischen positiven und negativen Antworten dar.

Sowohl die aktuelle Situation als auch die wirtschaftlichen Aussichten werden zunehmend skeptisch gesehen. Insgesamt 19 Prozent der IR-Experten gehen davon aus, dass für ihre Unternehmen die derzeitige Situation schlechter als vor einem halben Jahr ist. In der Frühjahrsumfrage sagten dies lediglich 8 Prozent. Eine weitere Abwärtsentwicklung in den kommenden Monaten erwarten 21 Prozent, knapp die Hälfte bewertet die zukünftige Situation als stabil. Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage geht der DIRKStimmungsindikator, der die aktuelle Unternehmenslage der börsennotierten Gesellschaften abbildet, weiter zurück. Der Indikator befindet sich seit einem Jahr im Abschwung und beträgt momentan 17 Punkte. Das entspricht einem Rückgang von 37 Punkten im Vergleich zur Herbst-Umfrage im vergangenen Jahr. Damit liegt der Indikator aber immer noch deutlich über den Tiefstwerten aus dem Frühjahr 2009, als der Wert bei -50 Punkten lag. Der zweite Indikator zur Einschätzung der Zukunftsaussichten für das eigene Unternehmen fällt ebenfalls stark. Im Herbst ist der Wert auf 8 Punkte zurückgegangen und liegt damit deutlich unter der 50-Punkte-Marke der vergangenen drei Umfragen.

Das Sonderthema in der Herbst-Umfrage behandelt die Einstellung zu Kreditratingagenturen, welche Bedeutung ihnen zugemessen wird und zu Verbesserungsmöglichkeiten. Von den befragten Unternehmen beauftragen mehr als ein Drittel Ratingagenturen. Davon verfügen mehr als die Hälften über zwei und fast ein Drittel über drei oder mehr Bewertungen. Vor allem DAX-Unternehmen nutzen das Kreditrating, knapp 80 Prozent von ihnen sind geratet. Erwartungsgemäß dominieren die großen drei Ratingagenturen Standard & Poor s, Moodys und Fitch den Markt in Deutschland. Die wichtigsten Gründe für die Beauftragung einer Kreditratingagentur sind verbesserte Refinanzierungsbedingungen, Verbreiterung der Investorenbasis und ein gesteigertes Ansehen im Kapitalmarkt. Die Unternehmen, die sich gegen ein Kreditrating entscheiden, führen hohe Kosten an oder sehen keinen aktuellen Anlass hierfür. Soll allerdings eine Anleihe platziert werden, so ziehen es 60 Prozent der befragten IR-Manager in Betracht, eine Ratingagentur zu beauftragen.

Die IR-Manager beurteilen Ratingagenturen als einflussreiche und teure Meinungsmacher, denen es an Transparenz und Neutralität mangelt. Lediglich 20 Prozent bezeichnen die Agenturen als neutral und knapp die Hälfte ist der Meinung, dass deren Bedeutung überbewertet wird. Folgt man den Einschätzungen der IR-Manager, wird sich die Bedeutung der Ratingagenturen ändern. 31 Prozent erwarten, dass die Agenturen innerhalb der nächsten drei Jahre an Bedeutung verlieren und nur rund 13 Prozent glauben, dass sie noch wichtiger werden. Dementsprechend positiv wird die anhaltende Diskussion über Ratingagenturen, deren Zukunft und die Schaffung einer europäischen Agentur bewertet - mehr als 70 Prozent schätzen sowohl die Debatte selbst als auch eine Veränderung der derzeitigen Situation als wichtig ein. Lediglich 6 Prozent sind mit der aktuellen Situation zufrieden. Gefragt nach der idealen Ratingagentur sprechen sich 40 Prozent für eine Stiftung als Rechtsform aus und über zwei Drittel würden ein Modell bevorzugen, bei dem die Investoren für das Rating bezahlen. Die Bewertungen selbst sollten weiterhin auf öffentlichen und vertraulichen Informationen beruhen und mindestens alle sechs bis zwölf Monate aktualisiert werden. Etwa 65 Prozent sehen die Ratings als eine Dienstleistung an und fordern deshalb auch, dass die Agenturen für ihre Aussagen haften sollten.

Die Ergebnisse stammen aus dem DIRK-Stimmungsbarometer, für das die GfK zweimal im Jahr mehr als 400 Investor-Relations Manager börsennotierter Gesellschaften in Deutschland (seit 2005), in Österreich und der Schweiz (seit 2006) befragt. Die Umfrage besteht aus der Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Lage des eigenen Unternehmens sowie einem wechselnden Sonderthema, das diesmal Kreditratingagenturen behandelte. Aus den Ergebnissen werden zwei Indikatoren gebildet, die sich zum einen auf die aktuelle und zum anderen auf die zukünftige Lage der Unternehmen beziehen. Sie stellen jeweils die Differenz zwischen den positiven und negativen Antworten dar und bewegen sich zwischen +100 und -100 Punkte. In Deutschland haben 37 Prozent der DIRK-Mitglieder teilgenommen, was 47 Prozent aller DAX-notierten Unternehmen entspricht.

DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V.

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