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KfW-Gründungsmonitor 2012: Weniger Existenzgründer in Deutschland

Rund 835.000 Personen haben sich im Jahr 2011 im Voll- oder Nebenerwerb selbständig gemacht. Dies sind 11 Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 936.000 Gründer). Der Rückgang ist fast ausschließlich auf eine stark abnehmende Gründungsaktivität im Nebenerwerb zurückzuführen (2011: 443.000 Personen, 2010: 540.000 Personen), während die Zahl der Vollerwerbsgründer nahezu konstant blieb (2011: 392.000, 2010: 396.000). Dies sind die ersten zentralen Ergebnisse des diesjährigen KfW-Gründungsmonitors, der jährlichen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

"Die sehr gute Arbeitsmarktentwicklung und bessere Verdienstchancen für Arbeitnehmer haben den Anreiz für Gründungen im Nebenerwerb gedämpft", sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. "Erfreulich ist aber, dass sich die Zahl der Gründungen im Vollerwerb gegen diesen Trend auf stabilem Niveau bewegt." Bei zum zweiten Mal in Folge hohem Wirtschaftswachstum hatten viele Menschen mit guten Ideen nun genügend Vertrauen in eine solide Nachfragesituation, um ihren Start in die Selbständigkeit zu wagen. "Als Förderbank steht die KfW Gründungswilligen mit maßgeschneiderten Finanzierungs- und Beratungsangeboten zur Seite, damit aus attraktiven Geschäftsideen neue Unternehmen werden. Denn unsere Volkswirtschaft benötigt zu ihrer steten Erneuerung genau das: mutige Menschen mit guten Ideen", sagt Dr. Axel Nawrath.

Positiv auf die Gründungsaktivität im Vollerwerb dürften sich im Jahr 2011 außerdem die zu Beginn des Jahres angekündigten und am 28. Dezember 2011 in Kraft getretenen Änderungen des Gründungszuschusses der Bundesagentur für Arbeit ausgewirkt haben: Viele Gründungswillige zogen ihren Schritt in die Selbständigkeit vor und sicherten sich damit die Förderung zu den günstigeren alten Bedingungen. "Die hemmende Wirkung der guten Arbeitsmarktsituation auf die Nebenerwerbsgründungen ist damit zu erklären, dass die ansteigende durchschnittliche Arbeitszeit der abhängig Beschäftigten das verfügbare Zeitbudget reduzierte, das für eine nebenberufliche Selbständigkeit eingesetzt werden könnte", sagt Dr. Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

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