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Vorteil Internet: Netzgesellschaft spart Zeit

Das Internet verändert wie keine andere Technologie den Alltag der Konsumenten. Doch noch hat es sich nicht bei allen durchgesetzt, denn fast 40 Prozent der Deutschen nutzen das Internet gar nicht. Bei den Nutzern ist es aber kaum noch wegzudenken: zwei von drei Usern sind täglich online, nur jeder 20. surft seltener als einmal in der Woche durch das World Wide Web. Dennoch wird das Internet nicht als "Zeitfresser" empfunden. Im Gegenteil sind annähernd sieben von zehn befragten Usern davon überzeugt, dass sie dank des Internets mehr Zeit haben als früher, wie aus einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) anlässlich der CeBIT 2009 hervor geht.

So halten 74 Prozent der Nutzer das Internet für "praktisch, um Dinge im Alltag schnell zu erledigen". Im Detail kaufen 69 Prozent häufig oder gelegentlich bei Ebay, Amazon, Quelle oder anderen Anbietern online, 59 Prozent buchen Flüge, Reisen und Bahntickets im Netz. Beim Thema Online-Banking sind die Befragten gespalten. Während 31 Prozent ihre Bankgeschäfte häufig im Netz erledigen, tun dies 54 Prozent grundsätzlich nicht.

"Viele Nutzer haben nach wie vor wenig Vertrauen in die Datensicherheit im Internet. So hat mehr als jeder zweite Befragte Bedenken, seine Bankverbindung oder Kreditkartennummer bei Online-Transaktionen zu nennen, und fast 90 Prozent fürchten den Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Handels- und Dienstleistungsunternehmen werden das volle Potenzial des E-Commerce nur dann ausschöpfen können, wenn sie diese Ängste ernst nehmen und sichere Lösungen anbieten", kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC, die Ergebnisse der Umfrage.

Für die Studie "Internet 2009 - Wer macht was im World Wide Web?" wertete PwC die Antworten von 1.006 repräsentativ befragten Endverbrauchern ab 16 Jahren aus. Gut jeder zweite Befragte nutzt das Internet regelmäßig, 37 Prozent sind allerdings nie online. Das liegt vor allem am hohen Anteil der älteren Bevölkerung (60+), die das Internet eher selten oder gar nicht nutzen (83 Prozent).

Annähernd 90 Prozent der Internet-Nutzer sind aus privaten Gründen online, gut jeder zweite (51 Prozent) nutzt E-Mail und Internet auch beruflich. Nur knapp ein Fünftel (17 Prozent) der Befragten setzt das Internet für seine Aus- oder Weiterbildung ein. Erwartungsgemäß ist das Internet für junge Konsumenten (unter 30 Jahre) besonders wichtig für die Aus- und Weiterbildung. Doch hier gibt es noch deutliches Verbesserungspotenzial. Denn bisher nutzt nur knapp jeder zweite junge Internetnutzer in schulischer, universitärer oder anderer Ausbildung das Internet auch zur Aus- und Weiterbildung.

Während der Anteil der privaten Nutzung weitgehend unabhängig vom Bildungsniveau ist, sind User mit einem höheren Bildungsabschluss überdurchschnittlich häufig aus beruflichen Gründen online. So brauchen 60 Prozent der Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss das Internet für ihren Job, während dies nur auf 30 Prozent der User mit Hauptschulabschluss zutrifft.

Obwohl die private Nutzung im Internet dominiert, dient das Web den meisten Usern (86 Prozent) zur "schnellen und gezielten Information". Entsprechend rufen die meisten Befragten am häufigsten die Seiten von Suchmaschinenbetreibern wie Google, yahoo! und anderen auf (74 Prozent tun dies oft), gefolgt von Lexika wie Wikipedia (33 Prozent) und den Portalen von Zeitungen und Magazinen wie Spiegel- Online oder Faz.net (23 Prozent).

Vor allem als Unterhaltungsmedium sehen das Internet 44 Prozent der Nutzer. Für die jüngeren User sind praktischer Nutzwert und Entertainment allerdings kein Widerspruch. Neun von zehn Befragten unter 30 Jahren nutzen das Netz als Informationsquelle, immerhin 69 Prozent denken beim Stichwort Internet aber auch an "Spaß und Unterhaltung". Fast jeder dritte dieser Altersgruppe spielt online, und vier von zehn Befragten laden Musiktitel von Plattformen wie iTunes, musicload und anderen.

Das Internet wird nicht nur als wichtige Informationsquelle angesehen, sondern gilt auch gemeinhin als wichtiges Kommunikationsmedium, denn die weitaus meisten Befragten pflegen ihre Kontakte über das Internet. Das bevorzugte Medium ist nach wie vor die E-Mail, die 90 Prozent häufig oder wenigstens gelegentlich schreiben. In Communities wie Facebook, StudiVZ oder Xing sind mittlerweile 38 Prozent der Nutzer vernetzt.

Besonders populär sind die sozialen Netzwerke in der Altersgruppe unter 30. Hier sind drei von vier Internet-Nutzern auch Mitglied mindestens einer Online-Community. Knapp sechs von zehn der Befragten (56 Prozent) geben an, ihre Kontakte im persönlichen Online-Netzwerk häufig zu pflegen.

Die meisten älteren User allerdings hat die Begeisterung für das "Web 2.0" bislang nicht erfasst. Bereits in der Altersgruppe von 30 bis 49 Jahren sind 69 Prozent an keiner Community beteiligt oder nutzen sie zumindest nicht (mehr).

Auf ein deutlich geringeres Interesse als soziale Netzwerke stoßen Online-Tagebücher oder Journale, so genannte Blogs. Fast zwei von drei Internetnutzern wissen mit diesem Begriff nichts anzufangen. Nur jeder fünfte Befragte liest zumindest gelegentlich ein Blog, jeder zehnte bloggt selbst.

Während Blogs in anderen Ländern durchaus als vertrauenswürdige Informationsquelle gelten, überwiegt bei den Befragten in Deutschland die Skepsis. Von denen, die Blogs kennen, halten diese 38 Prozent für unglaubwürdig, nur 23 Prozent für glaubwürdig.

Nicht nur Blogger haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Vielmehr bewertet die Mehrheit der Befragten den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet generell zurückhaltend. So glauben 54 Prozent "vieles nicht, was im Internet steht". Oftmals ist nämlich nicht bekannt, wer eine Nachricht oder einen Beitrag verfasst hat. Bemerkenswert ist, dass diese Ansicht neben den über 60-Jährigen (63 Prozent) vor allem die jüngeren Befragten unter 30 teilen (61 Prozent).

PwC PriceWaterhouseCoopers

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